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Walnüsse: einzigartige Quelle für Alpha-Linolensäure |
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Walnüsse haben einen ganz besonderen Vorteil. Neben ihrem hohen Gehalt an Ballaststoffen, Vitamin E und Protein, gehören Walnüsse zu den wenigen Nahrungsmitteln, die einen hohen Alpha-Linolensäuregehalt aufweisen.
Alpha-Linolensäure zählt zu den essentiellen Fettsäuren. Für eine ausreichende Versorgung mit diesem wichtigen Makronährstoff muss Alpha-Linolensäure regelmäßig über die Nahrung aufgenommen werden. Doch mit der typischen westlichen Kost wird der empfohlene Wert von 2 g / Tag (Empfehlung von Eurodiet) häufig nicht erreicht.
Alpha-Linolensäure ist ein wichtiger Baustein für Zellmembranen in unserem Körper. Zudem bestätigen immer mehr Studien, dass Alpha-Linolensäure sich günstig auf die Herzfunktion auswirkt. Diese Tatsache ist vor dem Hintergrund, dass 4,3 Millionen Todesfälle, also 48 Prozent aller Todesfälle, jedes Jahr in Europa durch Herzkrankheiten verursacht werden, besonders bemerkenswert.
Walnüsse stellen damit einen bedeutenden Forschungsschwerpunkt dar. Daher beleuchten zwei Wissenschaftler in dieser Newsletter-Ausgabe die aktuellen Forschungsergebnisse in Bezug auf Walnüsse und kardiovaskuläre Erkrankungen.
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Walnüsse senken den Cholesterinspiegel |
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Der Verzehr von Nüssen senkt vermutlich das Risiko einer Herz-Kreislauf-Erkrankung, speziell eine niedrigere Todesrate wird in diesem Zusammenhang diskutiert (1,2). Walnüssen kommt dabei aufgrund ihrer einzigartigen Nährstoffzusammensetzung in der Forschung besondere Aufmerksamkeit zu. Während die meisten Nussarten einen hohen Gehalt an einfach ungesättigten Fettsäuren aufweisen, ist bei Walnüssen der Anteil mehrfach ungesättigter Fettsäuren sehr hoch (47.2 g pro 100 g Walnüsse), insbesondere von Alpha-Linolensäure (9,1 g) und Linolsäure (38,1 g) (3).
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Deirdre K. Thomas Amerikanische Wissenschaftlerin und Expertin für Nüsse |
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In einer aktuellen Meta-Analyse (Zusammenfassung der Daten mehrerer Studien) stellten wir fest, dass Diäten, die für 4 – 24 Wochen mit Walnüssen angereicherte waren, den Cholesterin-Spiegel im Blut zusätzlich um über 10 mg/dl gegenüber Kontroll-Diäten senkte (4). Allerdings ließen die von uns zusammengefassten Ergebnisse positive Einflüsse auf HDL (High-Density Lipoproteine) oder Triglyceride nicht signifikant erkennen. Andere Ergebnisse klinischer Kurzzeitversuche zeigten signifikant, dass Walnüsse einen positiven Einfluss auf die antioxidative Kapazität sowie auf Entzündungsmarker haben. Bemerkenswert ist zudem, dass in diesen Studien keine Gewichtszunahme festgestellt wurde (5-7). In den in unsere Analysen einbezogenen Studien lieferten Walnüsse 10-24 Prozent der gesamten Kalorienmenge.
Walnüsse beeinflussen den Cholesterinspiegel und andere Risikofaktoren für Herz-Kreislauf-Erkrankungen in verschiedener Weise positiv (8). Beispielsweise werden mit den Walnüssen mehr gesunde ungesättigte Fettsäuren aufgenommen, sodass sie einen Teil der gesättigten Fettsäuren ersetzen. Außerdem wirken einige ihrer Inhaltsstoffe auf die Mechanismen, die zur Entstehung von kardiovaskulären Erkrankungen führen. Die derzeitigen Ergebnisse belegen, dass Walnüsse im Rahmen einer normalen Ernährung kardiovaskuläre Risikofaktoren, speziell das Fettprofil, verbessern.
Deirdre K. Thomas, Amerikanische Wissenschaftlerin und Expertin für Nüsse, Vereinigte Staaten von Amerika
Quellen: (eine vollständige Liste erhalten Sie unter info@aboutnuts.nl)
1. Kris-Etherton P.M. et al. Nutrition Reviews 2001; 59: 103-11.
2. Hu F.B., Stampfer M.J. Current Atherosclerosis Reports 1999; 1: 204-9.
3. Li L. et al. Journal of Agricultural and Food Chemistry 2007; 55: 1164-1169.
4. Banel D.K., Hu F.B. American Journal of Clinical Nutrition 2009; 90: 56-63.
5. Zhao G. et al. American Journal of Clinical Nutrition 2007; 85: 385-91.
6. Ros E. et al. Circulation 2004; 109: 1609-14.
7. Mukuddem-Petersen J. et al. British Journal of Nutrition 2007; 97: 1144-53.
8. Ros E., Mataix J. British Journal of Nutrition 2006; 96(Suppl 2): S29-S35.
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Walnüsse verbessern die Funktion des Endothels |
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Die Endotheldysfunktion trägt wesentlich zur Entwicklung von Arteriosklerose und anschließenden kardiovaskulären Erkrankungen bei. In zwei aktuellen Crossover-Studien bekamen Versuchspersonen, die an einem erhöhten Cholesterin-Spiegel (1) bzw. an Diabetes Typ 2 (2) litten, nach dem Zufallsprinzip 4 bzw. 8 Wochen eine walnusshaltige bzw. eine walnussfreie Kost. Das Ergebnis zeigte, dass eine Ernährung mit Walnüssen die Funktion des Endothels gegenüber einer walnussfreien Ernährungsweise verbesserte.
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Dr. Welma Stonehouse Dozentin für humane Ernährung |
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Außerdem bewies Cortes et al. (3), dass die schädlichen Veränderungen der endothelialen Funktion, die normalerweise mit fettreichen Mahlzeiten verbunden sind, mit der Zugabe von Walnüssen entgegengewirkt werden kann. In drei weiteren Studien wurde gezeigt, dass der Verzehr einer walnusshaltigen Kost verglichen mit einer Kontroll-Diät ebenfalls zu eine Reduktion von VCAM-1, einem Marker der endothelialen Funktion (Übersichtsstudie von Banel & Hu (4)), führte.
Diese positiven Effekte auf das Endothel können auf die zahlreichen, in Walnüssen enthaltenen Inhaltsstoffe zurückgeführt werden. Verglichen mit anderen Nussarten und pflanzlichen Lebensmitteln haben Walnüsse einen außergewöhnlich hohen Gehalt an Alpha-Linolensäure (eine mehrfach ungesättigte Omega-3-Fettsäure), Phenolen und Antioxidantien und stellen eine reichhaltige Quelle für die essentielle Aminosäure Arginin dar.
Der hohe Anteil an Antioxidantien schützt das Endothel vor Angriffen und Schäden durch freie Radikale. Arginin wird für die Stickstoffproduktion benötigt. Stickstoff wird vom vaskulären Endothel für die sensible Regulation des Gefäßtonus produziert. Außerdem kann die cholesterinsenkende Wirkung von Walnüssen zu einer verbesserten Endothelfunktion beitragen, da die Fettablagerungen in den Gefäßen reduziert werden (Fett- und Kalkablagerungen führen zu Arteriosklerose).
Eine aktuelle Zusammenfassung der Daten von 13 Studien, deren Teilnehmer nach dem Zufallsprinzip Diäten, die Walnüsse enthielten, zu sich nahmen, dokumentiert eine Abnahme der Gesamtcholesterin- und LDL-Cholesterin-Konzentrationen im Blut von 10,3 mg /dl (0,27 mmol/l) und 9,2 mg/dl (0,24mmol/l). Die Energieaufnahme durch Walnüsse variierte zwischen 5 und 25 Prozent der Gesamtenergiemenge (30-108 g Walnüsse/ Tag). Die Ergebnisse lassen den Schluss zu, dass Walnüsse als Teil der Ernährung durch ihre einzigartige Zusammensetzung inklusive Alpha-Linolensäure, Antioxidantien und Arginin die endotheliale Funktion verbessern können. Hinzu kommen ihre cholesterinsenkenden Eigenschaften, die synergistisch die Funktion des Endothels beeinflussen.
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Endotheldysfunktion: Als Endothel wird die dünne Schicht von Epithelzellen im Inneren von Herz-, Blut- und Lymphgefäßen bezeichnet. Im gesunden Status besitzt das Endothel verschiedene physiologische Funktionen, die die Entstehung von Arteriosklerose hinauszögern. Bei einer Endotheldysfunktion gehen diese Funktionen verloren, sodass die Endotheldysfunktion als ein Schlüsselvorgang in der frühen Entwicklung der Arteriosklerose angesehen wird. Die Endotheldysfunktion kann als Folge verschiedener Krankheiten entstehen, aber auch Symptom solcher Krankheiten sein, z. B. Hypercholesterinämie, Bluthochdruck, Diabetes, oxidativer Stress. Auch Umweltfaktoren, wie Rauchen, Giftstoffe oder Luftverschmutzung zählen zu den Ursachen. Alle aufgezählten Faktoren führen zu Schäden am Endothel und schließlich zur Endotheldysfunktion.
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Dr. Welma Stonehouse, Dozentin für humane Ernährung
Institut für Lebensmittel, Ernährung and Humane Gesundheit, Universität von Massey
Quellen: (eine vollständige Liste erhalten Sie unter info@aboutnuts.nl)
1. Ros E. et al. Circulation 2004; 109: 1609-14.
2. Ma Y. et al. Diabetes Care [Epub ahead of print] 2009.
3. Cortes B. et al. Journal of the American College of Cardiology 2006; 48: 1666-71.
4. Banel D.K., Hu F.B. American Journal of Clinical Nutrition 2009; 90: 56-63.
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Walnüsse und fettreiche Fischarten sind gut für das Herz |
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Fisch und Walnüsse sind wegen ihres hohen Gehaltes an Omega-3-Fettsäuren besonders empfehlenswert zur Vorbeugung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Einige Menschen können oder wollen jedoch nicht beide Nahrungsmittel konsumieren, beispielsweise aufgrund einer Lebensmittelallergie oder einer vegetarischen Lebensweise. Forscher der amerikanischen Loma Linda Universität wollten ermitteln, ob Fisch und Walnüsse den gleichen gesundheitsfördernden Effekt auf unser Herz haben und untersuchten in einer aktuellen Studie beide Omega-3-Quellen.
Während der Interventionsstudie (Vorher-Nachher-Studie) im Cross-Over-Design bekamen 25 Versuchspersonen mit normalen bis leicht erhöhten Blut-Lipidwerten nach dem Zufallsprinzip nacheinander drei verschiedene Diäten mit gleichem Energiewert für jeweils vier Wochen. Eine Diät enthielt weder Fisch noch Walnüsse, die zweite Diät beinhaltete Lachs, die dritte Diät Walnüsse. Zwischen den einzelnen Diäten wurde eine Pause von jeweils einer Woche eingelegt. Die Menge an Walnüssen (42,5 g pro Tag) bzw. fettreichem Fisch (113 g zweimal pro Woche) entsprach dabei den US-amerikanischen Lebensmittelempfehlungen zur Vorbeugung von Herzerkrankungen.
Die Studie führte zu der Erkenntnis, dass der Verzehr von Lachs zweimal pro Woche oder ein täglicher Verzehr von 42,5 g Walnüssen eine günstige Wirkung auf die Risikofaktoren von Herzerkrankungen hat. Beide Lebensmittel hatten zudem einen positiven Einfluss auf weitere kardiovaskuläre Risikofaktoren.
Verglichen mit einer walnuss- und lachsfreien Kost hatte der tägliche Verzehr von Walnüssen zudem einen positiven Einfluss auf verschiedene Cholesterin-Marker, wie Gesamtcholesterin und der LDL:HDL-Quotient. Andererseits führte die Diät mit fettreichem Lachs zu einer signifikanten Abnahme der Triglycerid-Werte.
Die Ergebnisse der Studie lassen den Schluss zu, dass sich die positiven Effekte von Walnüssen als eine Quelle für Alpha-Linolensäure und fetter Fisch als Quelle für Eicosapentaensäure sowie Docosahexaensäure signifikant von den Effekten der bekannten Risikomarker für Herzerkrankungen unterscheiden.
Quelle:
Rajaram S., Haddad E.H., Mejia A., Sabaté J. Walnuts and fatty fish influence different serum lipid fractions in normal to mildly hyperlipidemic individuals: a randomized controlled study. American Journal of Clinical Nutrition 2009; 89 (5): 1657S-1663S.
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