1. Trendforscherin Anneke Ammerlaan zum Thema „Superfoods“Aus meiner Sicht sind die sogenannten Superfoods („Supernahrungsmittel“) ein besonders wichtiger Gesundheitstrend. Damit gemeint sind ganz normale, alltägliche Zutaten mit außergewöhnlich vielen natürlichen und gesunden Eigenschaften. Erdnüsse und Nüsse zählen zu den Superfoods ebenso wie Broccoli und Gemüse. Während funktionelle Lebensmittel oft als Ausgleich für schlechte Ernährungsgewohnheiten dienen, können wir Superfoods als Teil eines gesunden Ernährungsmusters nutzen. Supernahrungsmittel verbinden in idealer Weise Geschmack und Gesundheit miteinander. Dabei ist das „Verkosten“ ein vollendetes, sensorisches Erlebnis: Aussehen, Klang und Konsistenz sind genauso wichtig wie der tatsächliche Geschmack. Im Fall von Erdnüssen und Nüssen drückt das Wort „crunch“ Klang und Esserlebnis am besten aus. Einfach auf die geschälte Nuss beißen – und sie fühlen und hören sofort, was dieses Wort bedeutet! Bei trendbewussten Köchen, die sich gesundes Kochen mit Superfoods als Ziel gesetzt haben, haben Erdnüsse und Nüsse – dank ihrer Verbindung von Aroma und dem gewissen Crunch – geradezu Kultstatus. Sie setzen Erdnüsse und Nüsse als Fleischersatz und außergewöhnliche Geschmackgeber in süßen und würzigen Gerichten ein und spielen dabei mit der Konsistenz der unterschiedlichen Hackvarianten. Grob gehackt nutzen die Köche die nussigen Zutaten als „Bissen“ in Nudelgerichten und Salaten oder streuen sie über Gemüse oder Wraps. Fein gehackt bzw. gemahlen veredeln Nüsse Kuchen, Kekse und Soßen. Zudem sind fein gemahlene Nüsse ein gutes Bindemittel und können das Mehl in Gerichten ersetzen. Darüber hinaus sind sie für eine glutenfreie Ernährung geeignet. Potenzial haben die nussigen Snacks auch als „aufregende“ und „extreme“ Geschmacksrichtungen. Aufregend steht hier für die geschmacklichen Nuancen von Erdnüssen und Nüssen unterschiedlicher Herkunft, wohingegen „extrem“ unerwartete und spannende Geschmackskombinationen umfasst. Mandeln mit Kreuzkümmel und Chili sowie Nüsse mit Curry und einem Hauch von getrockneter Mango sind nur zwei der einzigartigen Beispiele. Auf den Punkt gebracht: Zusätzlich zu ihrem gesundheitlichen Stellenwert als Superfood haben Nüsse einen kulinarischen Stellenwert erlangt. So sage ich Nüssen eine unglaublich interessante und vielseitige Zukunft voraus. |
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2. Foodtrends 20082007 war das Jahr der einfachen, schmackhaften und gesunden Ernährung. 2008 muss alles das gewisse Etwas haben. Die Menschen wünschen sich Grundnahrungsmittel mit exklusivem Touch. Bio wird zum Lebensstil und Geschmackserlebnisse müssen jetzt aufregend sein. In diesen Trend passen Nüsse in ihrer ganzen Vielfalt perfekt hinein. Grundnahrungsmittel mit ZusatznutzenViele Grundnahrungsmittel erhalten 2008 Zuwachs durch exklusive Varianten, so wie sie bei Kaffee oder Tee bereits existieren. Jetzt sind auch die restlichen Produkte soweit. In den USA wurden bereits Premium-Varianten von Honig, Schokolade und Wasser gesichtet. Auch Erdnüsse und Nüsse passen in diesen Trend, zum Beispiel als Mischungen mit getrockneten, außergewöhnlichen Früchten oder mit exklusivem Geschmack. Voll mit NährstoffenInsbesondere die natürlichen und vielseitigen Produkte, die zudem viele und exklusive Nährstoffe enthalten, befinden sich im Aufwind. Lebensmittel, die köstlich schmecken und gleichzeitig gewichtsreduzierend wirken, machen gesund und schön. Dazu zählen etwa Produkte mit vielen Anti-Oxidantien, wie Nüsse oder „Superfrüchte“ wie Acai- oder Goji-Beeren. Exotische AromenVerbraucher wollen ausgeprägte, pikante und würzige Aromen, was das wachsende Interesse an exotischen und ethnischen Geschmacksrichtungen erklärt. Produkte mit Inhaltstoffen wie Sheabutter, dem Öl des afrikanischen Baobab-Baumes oder Chilis werden künftig häufiger in den Läden zu finden sein. Nachhaltige heimische ProdukteDas Interesse nach der Herkunft der Nahrung wird immer größer. Verbraucher fragen verstärkt regional produzierte Produkte nach. Aus diesem Grund erfreuen sich Bauernmärkte, die heimische Produkte der Saison wie Früchte, Gemüse, Kartoffeln, Erdnüsse und Nüsse anbieten, zunehmender Beliebtheit. TransparenzVerbraucher werden immer gesundheitsbewusster. Sie wollen wissen, was sie essen. Sie verlangen Transparenz, was den Nährstoffgehalt, die Inhaltsstoffe, Gesundheitsfaktoren und die Nachhaltigkeit von Produkte betrifft. Darüber hinaus wollen Konsumenten diese Informationen auch direkt auf den Produktverpackungen vorfinden. Systeme zur Nährwertkennzeichnung, etwa die Angaben zu „Guideline Daily Amounts" (GDA) liefern diese Daten. Auch auf den Packungen von Nüssen werden solche Kennzeichnungen immer beliebter. Quellen: |
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3. Können Erdnüsse und Nüsse vor dem metabolischen Syndrom schützen?Erdnüsse und Nüsse sind, was den Schutz vor dem metabolischen Syndrom betrifft, interessante Nahrungszutaten (Coates & Howe, 2007). Beim metabolischen Syndrom besteht unter anderem ein erhöhtes Risiko für Herzkreislauferkrankungen. Außerdem können Veränderungen des Cholesterin- und Fettsäurespiegels sowie ein erhöhter Blutdruck auftreten. Der Verzehr von Erdnüssen und Nüssen hat einen positiven Einfluss auf die Risikofaktoren für Herzkreislauferkrankungen. Vor allem ihr günstiger Effekt auf den Cholesterin- und Fettsäurespiegel im Blut ist bestens bekannt. Einfluss auf den antioxidativen StatusMenschen, die am metabolischen Syndrom leiden, haben oft einen verminderten antioxidativen Status, sprich der Körper kann sich nur eingeschränkt gegen freie Radikale wehren. Antioxidantien können im Hinblick auf Herzkreislauferkrankungen eine Schutzwirkung entfalten, indem sie freie Radikale fangen. Weil Erdnüsse und Nüsse reich an Antioxidantien sind, haben Davis et al. vor Kurzem untersucht, ob der tägliche Verzehr von Walnüssen und Cashew-Kernen einen positiven Effekt auf den antioxidativen Status von Menschen mit metabolischem Syndrom hat. Im Rahmen der Studie folgten 64 Freiwillige, die am metabolischen Syndrom leiden, drei Wochen lang einer kontrollierten Diät. Danach wurden sie in Gruppen eingeteilt, die eine Cashew- oder eine Walnussdiät einhielten – als Vergleich diente eine Kontrollgruppe. Diese Interventionsdiäten wurden acht Wochen lang durchgeführt. Dabei stellten ungesalzene Nüsse 20 Prozent der täglichen Energiezufuhr der Teilnehmer. Nach den ersten drei Wochen der kontrollierten Diät und am Ende des Interventionszeitraums wurden Blutproben genommen, um Marker für das metabolische Syndrom und den antioxidativen Status zu bestimmen. Nach acht Wochen Intervention war kein signifikanter Unterschied im antioxidativen Status der verschiedenen Ernährungsgruppen zu erkennen. Obwohl die Nüsse vor dem Verzehr eine größere antioxidative Kapazität (die Fähigkeit freie Radikale zu entfernen) aufwiesen, konnten sie die antioxidative Kapazität des Blutes nicht erhöhen. Nach Ansicht der Forscher ist der Unterschied zwischen den Antioxidantien bei der kontrollierten Diät und der Nussdiät ein möglicher Grund dafür. Wegen ihrer unterschiedlichen chemischen Struktur – verglichen mit den Antioxidantien in der kontrollierten Diät – sind die Antioxidantien in den Nüssen im Blut weniger effektiv. |
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Einfluss auf das metabolische SyndromDaraus lässt sich ableiten, dass die Antioxidantien in Nüssen den antioxidativen Status von Menschen mit metabolischem Syndrom nicht nachweislich verbessern. Das ändert jedoch nichts an der Tatsache, dass Nüsse einen günstigen Einfluss auf weitere Aspekte des metabolischen Syndroms haben, zum Beispiel auf das Fettsäureprofil. Zusätzlich gibt es Anzeichen, dass der Verzehr von Erdnüssen und Nüssen helfen kann das Gewicht zu reduzieren ebenso wie den Insulin- und Glucosehaushalt der Menschen zu regulieren, die am metabolischen Syndrom leiden. Quellen: |
Das metabolische Syndrom ist das gemeinsame Auftreten verschiedener Krankheiten, die zusammen genommen das Risiko für Herz-Kreislauf-Störungen beträchtlich erhöhen. Symptome sind:
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