Oktober 2008

1. Mandeln sind gut für die Darmflora

Mandeln können als wirksame Präbiotika eingesetzt werden. Forscher haben kürzlich herausgefunden, dass fein gemahlene Mandeln das Wachstum probiotischer Bakterien im Darm stimulieren und unterstützen.

Diese Studie untersuchte erstmals die potenziellen präbiotischen Effekte von Mandeln auf die Darmgesundheit. Es zeigte sich, dass Mandeln offenbar sogar über bessere präbiotische Eigenschaften verfügen als einige der handelsüblichen Präbiotika.

Im Darmtrakt lebt eine Vielzahl unterschiedlicher Bakterienstämme. Neben einigen, die eine schädliche Wirkung entfalten und uns krank machen, gibt es aber auch solche, die gesundheitsförderlich sind. Diese nützlichen Bakterienstämme sorgen für eine gesunde Darmflora und stärken die Abwehrkräfte. In Versuchen konnten die Wissenschaftler zeigen, dass Mandeln unter Bedingungen, die innerhalb des Magens sowie des Dickdarms herrschen, das Wachstum dieser gesundheitsförderlichen Bakterien fördern.

Dieser positive präbiotische Effekt trat hingegen nicht auf, wenn den Mandeln der Fettgehalt entzogen wurde. Offensichtlich können die Darmbakterien die in den Mandeln gebundenen Lipide lösen und verwerten. Es sind also diese Lipide, die den präbiotischen Effekt auslösen.

Quelle:
Mandalari, Neuno-Palop, Bisigano et All. Potential prebiotic properties of almond seeds. Applied and environmental microbiology 2008, 74 (14): 4264.


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Was sind Präbiotika

Präbiotika sind Substanzen, die, wenn sie unverdaut den Magen sowie den Dünndarm passieren, das Wachstum gesundheitsförderlicher Bakterien im Verdauungstrakt anregen und somit die Darmflora intakt halten.

2. Gute Laune – mit Nüssen

Jeder, der sich schon einmal mit einer Diät versucht hat, weiß aus eigener Erfahrung, dass kohlenhydratarme Kost sich auf die Gemütsverfassung auswirkt: Man verliert nicht nur Gewicht, sondern auch die gute Laune. In zahlreichen Studien wurde der Zusammenhang zwischen Ernährung und Gemütszustand nachgewiesen. Sie zeigen, dass eine kohlenhydratreduzierte Kost Müdigkeits-, Hunger- und Apathiegefühle hervorruft, während eine fettarme Ernährungsweise Wut und Reizbarkeit steigert.

Doch es gibt auch gute Nachrichten: Eine australische Studie hat gezeigt, dass eine kaliumreiche Kost die Stimmung positiv beeinflusst. Den Forschern zufolge fühlt man sich bei einer kaliumreichen und natriumreduzierten Kost am wohlsten.

Im Rahmen der Studie mussten 97 Probanden ihre Ernährung verschiedenen Diätplänen unterwerfen. Zunächst folgten sie alle für vier Wochen einem Diätplan, der kalium- und magnesiumreiche, aber natriumarme Kost vorsah. Anschließend nahmen sie nach einer Übergangsphase für vier Wochen entweder Nahrung zu sich, die wenig Kalium, Magnesium und Kalzium enthielt, oder aber sie ernährten sie „kalziumreich“. Mithilfe von Fragebögen erhielten die Forscher Einblicke in die Gemütsverfassung der Probanden. Das Ergebnis: Kaliumreiche und natriumarme Ernährung steigerte die Stimmung der Teilnehmer erheblich.

Wenn Sie sich kaliumreich ernähren wollen, gehören Nüsse und Körner als kaliumreiche Lebensmittel ebenso wie Kartoffeln, Bohnen, Bananen und Spinat auf Ihren Speiseplan. Schon der Verzehr einer Handvoll Nüsse am Tag kann ihre Laune deutlich steigern!

NEVO-Tabelle 2006
Lebensmittel Kaliumgehalt (mg)
1 Handvoll Erdnüsse (30g)208
Halb entrahmte Milch (100 ml)155
1 Banane358
Gegarter Spinat (100 g)420
1 Handvoll Pistazien (30g)328
1 Handvoll Mandeln (30g)270
Gekochte Kartoffeln (100g)441

Quelle:
Torres SJ, Nowson CA, Worsley A. Dietary electrolytes are related to mood. British Journal of Nutrition 2008, 9: 1-8.

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Wat ist Kalium?

Kalium ist ein Mineralstoff, der verschiedene Funktionen des menschlichen Körpers unterstützt:

  • Muskeln benötigen Kalium, um zu kontraktieren
  • Der Herzmuskel braucht Kalium, um ein regelmäßige Schlagen des Herzens zu garantieren und den Blutdruck zu regulieren
  • Kalium ist notwendig, damit der Körper seinen Wasserhaushalt konstant halten kann
  • Kalium unterstützt ein gesundes Nervensystem sowie die Hirnfunktion

3. Schwangere Frauen können Erdnüsse essen

Immer wieder flammte in den letzten Jahren die Debatte darüber auf, ob der Konsums von Nüssen während der Schwangerschaft das Risiko des Kindes, an Asthma zu erkranken, beeinflusst. Im Jahr 2007 empfahl das britische Oberhaus sowohl Frauen während der Schwangerschaft als auch kleinen Kindern den Konsum von Erdnüssen, um einer Nussallergie vorzubeugen.

Kürzlich hat eine Studie einen Zusammenhang zwischen den Konsum von Erdnussbutter während der Schwangerschaft und der Ausbildung von Keuchhusten bei Babys festgestellt. 416 schwangere Frauen waren befragt worden, wie häufig sie im letzten Schwangerschaftsmonat Obst, Gemüse, Eier, Milch, Milchprodukte, Nüsse sowie Nussprodukte zu sich genommen hatten. Im Anschluss daran wurde acht Jahre lange beobachtet, ob die Kinder Asthma oder andere Allergien entwickelten. Das überraschende Ergebnis: Während der Konsum von Nüssen sowie aller anderen nachgefragten Lebensmittel keinen Effekt auf die Ausbildung von Asthma und Allergien hatte, war ein solcher bei dem Konsum von Erdnussbutter hingegen eindeutig feststellbar.

Dafür, dass der Verzehr von Erdnussbutter das Asthmarisiko erhöht, Erdnüsse selbst jedoch keinen Effekt auslösen, haben die Forscher aus Utrecht bislang keine befriedigende Erklärung finden können. Einige wiesen auf die Komplexität der ausgewerteten Statistiken hin sowie auf die Tatsache, dass es sich lediglich um eine beobachtende Studie handelte, was die Studienergebnisse hätte verfälschen können. Die Forscher erklärten zudem, dass es noch zu früh sei, um verlässliche Empfehlungen hinsichtlich des Konsums von Erdnussbutter während der Schwangerschaft auszusprechen.

Aus Sicht von Dr. John Heffner, Medizinprofessor an der Oregon Health and Science University in Portland, zeigt die Studie, dass es in erster Linie darauf ankommt, in welchen Mengen bestimmte Nahrungsmittel verzehrt werden: „Ich werde werdenden Müttern nicht raten, einen großen Bogen um Nussprodukte zu machen, da diese in ausgezeichneter Weise zu einer gesunden und balancierten Ernährung beitragen. Ich warne lediglich vor einem exzessiven und täglichen Verzehr solcher Produkte.“

Quellen:
1) Willers SM, Wijga AH, Brunekreef B et al. Maternal food consumption during pregnancy and the longitudinal development of childhood asthma. American journal of respiratory and critical care medicine 2008;178 : 124-131.
2) siehe auch: „In-depht look: peanut butter consumed during pregnancy may increase asthma risk for child“ in: Allergy notes (allergynotes.blogspot.com/2008/07/in-depth-look-peanut-butter-consumed.html)

4. Kochen mit (Ge-)Nuss: Fisch auf Mandeln und Fenchel

Hauptspeise für 4 Personen


  • 700 g Kartoffeln
  • 600 g Fenchel
  • 1 dl Milch
  • 150g schwarze entkernte Oliven
  • 50 g Mandeln
  • 1 Schälchen Paprikawürfel
  • 200 g geriebenen milden Käse
  • 2 Eier
  • 250 ml Sahne
  • Salz und Pfeffer
  • 1 Teelöffel Butter
  • 4 Buntbarschfilets, ein dünne Scheiben geschnitten

Den Ofen auf 180 °C vorheizen
Kartoffeln schälen und in Salzwasser kurz aufkochen
Den Fenchel in kleine Würfel schneiden und in Salzwasser kurz aufkochen
Kartoffel und Fenchel zusammengeben und mit Salz und Pfeffer würzen
Backform einfetten und Buntbarschfilets sowie Kartoffeln und Fenchel hineingeben
Oliven, Mandeln und den süßen Pfeffer darüberstreuen
Eier in Sahne auflösen und mit Salz und Pfeffer würzen
Ei-Sahne-Gemisch in die Backform geben und verteilen, mit geribenem Käse garnieren
25 Minuten im Ofen backen lassen
Vor dem Servieren kurz abkühlen lassen

Zubereitungsdauer: etwa 35 Minuten
Nährwert pro Person:
895 kcal • 3755 kJ • 55 g Eiweiß • 59 g Fettgehalt • 5 g gesättigte Fettsäuren • 38 g Kohlenhydrate

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