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Juni 2009
1. Polyphenole in Nüssen sorgen für ein gesundes HerzErdnüsse und Nüsse sind bekannt für ihren vorbeugenden Effekt auf kardiovaskuläre Erkrankungen. Die positive Wirkung wird im Allgemeinen dem hohen Gehalt an „guten“ ungesättigten Fettsäuren in Nüssen zugeschrieben. Jedoch ist der förderliche Effekt von Nüssen auf die Gesundheit des Herzens so groß, dass er nicht allein vom günstigen Fettgehalt herrühren kann. Welche anderen Nährstoffe in Nüssen könnten demnach noch dazu beitragen? Forscher in den USA haben sich dieser Frage angenommen. Sie untersuchten, ob möglicherweise die so genannten Polyphenole in Nüssen eine Schutzwirkung im menschlichen Körper entfalten. Bereits belegt worden ist, dass Polyphenole in Rotwein, Grünem Tee und Schokolade das Risiko für Herzerkrankungen verringern können. In die vorliegende Untersuchung wurden dreizehn Erwachsene einbezogen. Die Probanden erhielten zum Frühstück ein Smoothie-Getränk, das mit Polyphenol haltigen Mandel- und Walnussanteilen angereichert wurde bzw. zum Vergleich einen Smoothie, der keine Polyphenole enthielt. Die Veränderungen der Blutwerte wurden aufgezeichnet. Daraus ging hervor, dass der Körper die jeweils über die Nussanteile aufgenommenen Polyphenole aufgenommen hat und dass diese Polyphenole auch dazu beigetragen haben, die antioxidative Kapazität des Organismus zu steigern. Damit gibt es neue Beweise dafür, dass nicht nur die günstige Fettzusammensetzung, sondern auch der Polyphenol-Gehalt von Nüssen entscheidend für den Schutz des Herzens sein könnte. Die amerikanische Herzgesellschaft rät bereits, täglich mindestens 28 bis 56 Gramm Nüsse zu verzehren, um einer herzgesunden Ernährungsweise zu folgen. Die neuesten Forschungserkenntnisse untermauern diese Empfehlungen. Quellen: |
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2. Neue Behandlungsmethode bei Erdnussallergie?Rund zwei Prozent aller Kinder in Großbritannien leider an einer Erdnussallergie und bekämpfen diese nur in seltensten Fällen im Laufe ihres Lebens erfolgreich. Forscher, die für das Addenbrooke’s Krankenhaus in Cambridge (England) tätig sind, haben an vier Jungen mit schwerer Erdnussallergie eine orale Immuntherapie (Therapie durch Verzehr des betreffenden Lebensmittels) erprobt. Sie schlossen aus den Tests, dass diese Immuntherapie eine wirksame Behandlungsmethode sein könnte, um die Toleranz gegenüber Erdnüssen schon im Kindesalter aufzubauen. Unter sehr strenger gesundheitlicher Überwachung erhielten die kleinen Patienten eine stufenweise ansteigende Menge an Erdnüssen. Am Ende der Behandlung waren die Jungen in der Lage mindestens zehn bis zwölf Erdnüsse zu essen, ohne dass allergische Reaktionen auftraten. Diese Dosis war weitaus höher als diejenige, die die Kinder vor der Behandlung folgenlos aufnehmen konnten. Insgesamt lag sie 49- bis 478-mal so hoch! Zudem war die Menge deutlich größer als beim zufälligen Verzehr von Erdnüssen, der etwa durch Beimischung in Lebensmitteln erfolgen kann. Die vorliegende Studie ist ein vielversprechender Therapieansatz zur Behandlung von Erdnussallergie, der sich jedoch noch in der Testphase befindet. Denn zunächst muss noch geklärt werden, ob dadurch auch eine Langzeitwirkung erzielt werden kann. Quelle: |
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3. Erdnüsse im Rampenlicht!HerkunftDie Erdnuss stammt wahrscheinlich ursprünglich aus Bolivien – vom Fuß der östlichen Anden. Archäologen lieferten Beweise dafür, dass in Südamerika bereits 1.500 vor Christus Erdnüsse verzehrt worden sind. Am Ende des 15. Jahrhunderts brachten Spanier und Portugiesen die knackigen Köstlichkeiten nach Europa. Europäische Händler sollen dann die Erdnuss bis nach Asien und Afrika weiter verbreitet haben. George Washington CarverObwohl es im 18. Jahrhundert bereits einige kommerzielle Erdnussfarmen gab, wurden Erdnüsse dennoch nicht im großen Stil kultiviert. Anbau- und Erntetechniken erforderten noch viel Zeit und Mühe. Zudem wurden Erdnüsse als „Arme-Leute-Essen“ angesehen. Erst bei einem Kongress Anfang des 19. Jahrhunderts konnte ein Mann namens George Washington Carver zeigen, dass es vielfältige Möglichkeiten gibt, Erdnüsse wirtschaftlich zu nutzen. Er entdeckte und präsentierte Hunderte von Anwendungsmöglichkeiten, die die Erdnussindustrie in Schwung brachten. AnbauWeltweit gibt es vier Erdnuss-Sorten, die besonders weit verbreitet für kommerzielle Zwecke genutzt werden: Virginia, Runner, Spanish und Valencia. Jede einzelne Sorte ist an bestimmte Boden- und Klimabedingungen angepasst. Allen Sorten gemeinsam ist, dass sie besonders gut in aufgelockerten, trockenen Böden gedeihen, in feuchten Böden oder dichten Lehmböden dagegen nur schlecht wachsen. Darüber hinaus sind Erdnüsse relativ frostanfällig. Daher werden sie bevorzugt in den Frühlings- und Sommermonaten angebaut. Die Ernte findet in der Regel im Spätsommer oder Frühherbst statt. VerzehrIm Durchschnitt verzehren 2,3 Prozent der europäischen Bevölkerung Erdnüsse jede Tag. In Südeuropa ist der Erdnusskonsum dabei viel höher als in den nördlichen Regionen – nicht nur bezogen auf die Häufigkeit, sondern auch auf die durchschnittliche Portionsgröße. Die Erdnuss ist ein Gemüse!Was viele nicht wissen: Erdnüsse sind botanisch betrachtet keine Nussfrüchte! Zusammen mit Bohnen und Erbsen zählen sie zur Familie der Leguminosen (Hülsenfrüchte). Während ihre äußerliche Struktur und ihr ernährungsphysiologischer Wert stärker anderen Gemüsesorten gleichen, werden sie in der Ernährungslehre und beim Kochen wie „echte“ Nüssen behandelt. |
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4. Nussige Rezeptideen: Vegetarisches Gado-Gado
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